Neuigkeiten aus Südafrika

An der Parkside Primary School …

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… in meinem „Hauptprojekt“ läuft es gut und die Arbeit mit den Kindern macht mir nach nach wie vor viel Spaß. Leider hatten wir einige Schwierigkeiten mit dem geplanten Schwimmunterricht. Da die Kosten für das Schwimmbad und den Transport dorthin für die Kinder und die Schule nicht tragbar waren, konnten wir keinen regelmäßigen Schwimmunterricht anbieten, was sehr schade war. Wir haben zumindest versucht, mit jeder Klasse einmal schwimmen zu gehen. Mit einigen Schülern konnten wir an einem Schwimmwettbewerb teilgenehmen.

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Ein sportlicher Höhepunkt war die  Teilnahme unserer Schule an einem nationalen Leichtathletikwettbewerb. Meine Projektpartnerin Leslie und ich haben Teilnehmer für die Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswerfen und für verschiedene Laufdistanzen ausgewählt und die insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler trainiert. Die Kinder waren eifrig dabei und schnell war zu sehen, wer sich besonders viel Mühe gibt und wer das Potential hat, weiter zu kommen. Die ersten Wettkämpfe fanden auf regionaler Ebene statt, aber wir konnten uns für weitere Runden qualifizieren. Zwei unserer Schülerinnen schafften es sogar bis in die vorletzte Runde und damit in die Provinzauswahl des Eastern Capes und wurden von uns dafür noch spezifisch trainiert. Das war für die beiden (und auch für uns Trainer) ein toller Erfolg.

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Vor den derzeitigen Ferien sollten an unserer Schule zwei Sporttage veranstaltet werden, von denen wir leider nur einen durchführen konnten. An dem anderen Tag konnten wegen eines großen Taxistreiks keine Kinder zur Schule kommen.

Der Sporttag wurde für die dritte und vierte Klasse veranstaltet und bestand aus mehreren Stationen, die jeweils von einem Freiwilligen geleitet wurde. Es gab ein buntes Programm aus Parcours, Torwandschießen, Völkerball und Sing- und Tanzspielen für die Kinder.

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Mein Ruderprojekt

… konnte nach schwieriger und langer Vorbereitung am Anfang des Jahres endlich starten und läuft jetzt richtig gut. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten können einige der Kinder inzwischen schon gut rudern und es macht ihnen unglaublich viel Spaß.

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Nach einigen Monaten Training gab es dann auch die ersten Erfolge. Angefangen beim Bestehen des Kentertests bis zu ersten Medaillen auf den Südafrikanischen Meisterschaften und einer East Londoner Regatta.

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Einige Kinder waren auch als Zuschauer bei der Buffalo Regatta in East London dabei, an der ich selbst teilgenommen habe.

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Seit kurzem habe ich außerdem ein eigenes Motorboot zum trainieren der Kinder und bekomme in den nächsten Wochen noch Boote aus London, welche für Entwicklungszwecke gespendet wurden. Ich freue mich sehr, dass nach mir wieder ein Ruderer als Freiwillger nach East London kommt, der mein Projekt weiterführen wird.

Das Paddelprojekt

Da gibt es momentan nicht viel Neues zu berichten. Leider gab es eine Phase, in der das Projekt fast ganz ausgefallen ist, weil die Kinder auf Grund von Transportschwierigkeiten nicht mehr kamen und die zeitliche Abstimmung mit  dem anderen Trainer schwierig war. Derzeit können wir wenigstens wieder eine Trainingseinheit pro Woche anbieten, die ich mit Tomke (Freiwillige an der A.W. Barnes School) und einem vom Paddelclub gestellten Trainer durchführe. Es macht  immer noch viel Spaß und die Kinder bekommen je nach Wind und Wetter eine Mischung aus Paddeln, Schwimmen und Trainingsspielen am Strand.

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Ich selbst spiele ich seit März zusammen mit einem meiner Lehrerkollegen Feldhockey für das Parkside Herren Team.

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So viel für heute. Der „Endspurt“ hat für mich nun schon begonnen.

Bis bald!  Euer Jonas

 

 

 

Schon bald Weihnachten…

Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht und was alles seit meinem letzten Blogeintrag passiert ist.

Die Arbeit läuft super, obwohl es leider immer noch nicht möglich war, mit dem Schwimmunterricht anzufangen. Die Kinder freuen sich nach wie vor über jede Minute, in der sie draußen spielen dürfen.

In der letzten Woche hatten wir an der A.W. Barnes School ein kleines Ferienprogramm mit den Kindern, die noch in die Schule gekommen sind. Das Ferienprogramm ging vom ersten bis zum vierten Dezember, mit anschließendem Girls Soccer Tournament am vierten und fünften Dezember. Das Ferienprogramm bestand aus täglich verschiedenen Stationen, unter anderem mit Spielen wie Kartoffellauf, Sackhüpfen und unterschiedlichen Ballspielen. Außerdem gab es in der Aula noch weitere Stationen, wie facepainting, Weihnachtskarten basteln und Holzfiguren bemalen.

Zudem haben wir eine Wand an der A.W. Barnes bemalt anlässlich der 20 jährigen Partnerschaft zwischen Niedersachsen und dem Eastern Cape.

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Die Nachmittagsprojekte laufen immer noch gut und ich bin froh, dass ich jetzt auch endlich mit einem Ruderprojekt anfangen kann. Ich bekomme Boote aus London und kann für die Zukunft meine eigene kleine Bootshalle, bestehend aus einem großen Schiffscontainer,  aufbauen und einrichten. Im neuen Jahr werde ich dann hoffentlich erstmals mit Schülern der John Bissiker School rudern können.

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Das Paddelprojekt der A.W. Barnes kommt ebenfalls gut an und ich hoffe, in Zukunft noch mehr Kinder für das Training begeistern zu können und mit ihnen Erfolge zu erzielen.

Weiterhin möchte ich versuchen, mit beiden Projekten in der nächsten Saison auch an Wettkämpfen teilzunehmen.

Gemeinsam mit unseren Betreuern Julia vom ASC Göttingen, die aus Deutschland angereist war, und Lars König, der seit mehreren Jahre im Eastern Cape für das Land Niedersachsen arbeitet, fand in dieser Woche  unser zweites Seminar mit allen Freiwilligen statt (08.12.-11.12.).

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Nach einem gelungenen, aber auch etwas anstrengenden Seminar geht es nun in den Urlaub. Unser geplanter Roadtrip dauert vom 11.12. 2015 bis zum 07.01.2016 und soll über Port St. Johns, Durban, die Drakensberge und Kapstadt gehen.

Euch/ Ihnen allen weiterhin eine schöne Adventszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Jonas

 

Tauchausflug am Wochenende

Mein letztes Wochenende habe ich mit anderen Tauchern aus East London auf einer Farm etwa 20km außerhalb von East London verbracht. Vom Zeltplatz kann man innnerhalb von wenigen Minuten bequem raus auf den Ozean fahren und dort in den verschiedenen Riffen tauchen gehen. Insgesamt habe ich am Wochenende drei Tauchgänge unter teils schweren Bedingungen absolviert. Unter Anderem hätte ich fast meine ersten Haie zu Gesicht bekommen, die ich jedoch leider knapp verpasst habe. Ich hoffe, dass ich im laufenden Jahr noch viele weitere Tauchgänge absolvieren werde und noch viele weitere Fische sehen werde.

 

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Sportsday 21.10.2015 A.W. Barnes

Alle folgenden Bilder stammen vom Sportsday letzte Woche. Der Sportsday bestand aus fünf Stationen in den Sportarten Badminton, Handball, Triathlon und Fußball/Soccer. Außerdem fand ein Fußballspiel der A.W. Barnes under 11 Boys statt, welches lediglich für ein spannendes, hochpolitisches Elfmeterschießen unterbrochen wurde. Zudem hat in der Aula der Schulchor der A.W. Barnes gesungen.

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Der Schulchor
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Ansprache zu Beginn
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Station 3: Triathlon, rein ins kühle Nass!
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Vom guten Torwart zur Legende

 

 

 

Ich lebe noch!!!

Nach  knapp zwei Monaten finde ich nun endlich Gelegenheit, mich mal wieder zu melden und ich bin echt erstaunt wie schnell zwei Monate vergangen sind…

Ich kann sagen, dass ich mich wirklich gut eingelebt habe und mich inzwischen in East London gut zurecht finde. Die Wege werden alltäglich und man lernt mehr und mehr Leute kennen.

Das Schul-Projekt an der Parkside Primary School läuft nach wie vor gut und es macht viel Spaß, Tag für Tag mit den Kindern zu arbeiten. Anfangs war es nicht immer leicht, auf so viele Kinder aufzupassen und die Situation unter Kontrolle zu haben, aber inzwischen klappt auch das richtig gut.

In den ersten Wochen haben wir die Kinder mit kleinen Spielen oder mit verschiedenen Ballspielen beschäftigt. Inzwischen trainieren wir mit den Klassen 2-6 Leichtathletik, da es in ein paar Monaten Wettbewerbe gibt, an denen die Besten teilnehmen dürfen. Zu den Disziplinen, die wir vorbereiten, gehören Diskuswurf, Kugelstoßen, Weitsprung und Laufen.

Eigentlich sollte in der letzten Woche auch der Schwimmunterricht beginnen, aber leider gibt es momentan noch einige Probleme mit Absprachen und der Bezahlung für das Schwimmbad in Parkside.

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DIe Kinder lieben es, zu klettern oder hochgehoben zu werden.

Außerdem bin ich derzeit damit beschäftigt, ein Ruderprojekt aufzubauen. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet, da weder eigene Boote noch Lagermöglichkeiten für neue Boote da sind. Ein weiteres großes Problem ist der Transport der Schüler von der Schule zum Ruderverein und zurück.

Neben dem Ruderprojekt mit Schülern habe ich inzwischen ein eigenes Ruderteam, mit dem ich trainiere und mit dem ich auch einen Teil meiner Ferien im abgelegenen Gubu verbracht habe. Dort hat unser gesteuerter Riemenvierer erfolgreich ein Trainingslager mit den Selborne U16 Boys vom Selborne College durchgeführt. Der Gubu Damm ist etwa 90 Minuten von East London entfernt und mitten in der Natur gelegen.

Mit der Mannschaft, die ich im Moment steuere, sind Wettkämpfe in East London (Buffalo Regatta) und vielleicht auch in Johannesburg geplant.

Neben dem Rudern habe ich auch noch die Paddling Group übernommen und gebe zweimal pro Woche Paddeltraining für Jungs aus der A.W. Barnes-Schule, in der auch Freiwillige von uns unterrichten. Dabei arbeite ich mit Diouf zusammen, einem südafrikanischen Trainer, der auch selbst noch aktiv ist.

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Die 4+ Crew
Gubu Damm bei gutem Wetter

 

 

 

 

 

 

An den Nachmittagen und Wochenenden, an denen es nichts fürs Projekt zu tun gibt, machen wir entweder kleine Ausflüge um East London herum, wie z.B. in den Lion Park, eine kleine Tour im Mpongo Private Game Reserve oder eine geführte Quadtour im Areena River Resort oder wir treffen uns mit den anderen Freiwilligen.

Nicht zu vergessen ist das bereits in die Ferne gerückte Boat Race Festival letzten Monat und ein kurzes Seminar in Areena Anfang des Monats, bei dem zum ersten Mal seit dem letzten großen Seminar in Deutschland alle Südafrika-Freiwilligen wieder zusammen gekommen sind.

Außerdem verbringen wir gelegentlich Zeit am Strand um Fußball zu spielen, zu baden oder zu surfen. Meine neueste Anschaffung ist ein Neoprenanzug, mit dem ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich tauchen gehen werde.

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Bonza Beach
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Quadtour, Areena

 

 

 

 

 

 

 

Am vergangenen Mittwoch gab es an der A.W.Barnes einen Sportsday anlässlich der 20 jährigen Partnerschaft vom Eastern Cape und dem Land Niedersachsen, an dem neben einer großen Delegation südafrikanischer Minister aus dem Eastern Cape auch niedersächsische Minister gekommen waren, um unsere Projekte anzuschauen. Teilgenommen haben Schülerinnen und Schüler aller drei East Londoner Grundschulen, die am Projekt beteiligt sind. Außerdem hat die Delegation auch das East London Children’s Home besucht, in dem zwei Freiwillige von uns arbeiten.

Nach einem knappen 18:20 Aus für Südafrika gegen die All Blacks (Neuseeland) im Halbfinale der Rugby-WM steht am kommenden Wochenende das Finale zwischen Neuseeland und Australien an.  Außerdem wollen wir in dieser Woche anfangen, unseren Sommer Road Trip zu planen.

Ich bin zuversichtlich, dass ihr nicht erst wieder in zwei Monaten von mir hört, da es eigentlich jeden Tag etwas Neues zu berichten und zu erzählen gibt.

Cheers,

Jonas

 

Die erste Woche ist um…

…und ich habe mich schon einigermaßen eingelebt und bin wirklich froh hier zu sein!

Begonnen hat alles mit einer langen Reise vom Frankfurter Flughafen zum vergleichsweise kleinen East Londoner Flughafen, wo wir Sonntagnachmittag glücklich, aber sichtlich geschafft gelandet sind.

Unsere erste Woche begann mit einem Entspannungs- und Kennlerntag an dem wir die Stadt ein wenig erkundet haben und unsere Wohnung hergerichtet haben. An den folgenden Tagen wurden wir an allen Eisatzstellen vorgestellt und durften erstmals alleine mit dem Auto zur Arbeit fahren. Donnerstag habe ich mit meiner Projektpartnerin Leslie unseren Raum, den wir von der Parkside Primary School zur Verfügung gestellt bekommen haben, eingerichtet, während wir Freitag an einer Willkommens- und Verabschiedungsveranstaltung teilgenommen haben. An diesem Tag wurden Referendare und Studenten, welche dort für einige Zeit gearbeitet haben, verabschiedet und wir als neue Freiwillige begrüßt. Außerdem haben wir uns am Freitag noch Finalspiele eines Schüler-Fußballturniers angeschaut, an dem die A.W. Barnes, ebenfalls eine Grundschule an der Freiwillige arbeiten, beteiligt war.

Am Wochenende habe ich meine erste Chance genutzt und am Parkrun teilgenommen. Der Parkrun ist ein 5km Lauf, welcher jeden Samstag um 08:00 Uhr am Strand startet.
Morgen startet dann hoffentlich auch mein erster richtiger Arbeitstag an der Parkside Primary School mit dem Unterrichten einer 1. Klasse. Sollte es allerdings weiter regnen, ist der Sportplatz so nass und matschig, dass wir nicht arbeiten können.

Im Rückblick bin ich froh, dass die erste Woche so gut gelaufen ist, auch wenn schon zwei Autos kaputtgegangen sind und es daher das ein oder andere Mal knifflig wurde, alles unter einen Hut zu bekommen.

Bilder gibts leider erst nächstes Mal, da das Hochladen zu viel war für die Verbindung in einer Mc Donalds-Filiale.

 

Liebe Grüße

Jonas

Die Vorfreude steigt…

In ziemlich genau zwei Wochen ist es so weit. Ich werde ins Flugzeug steigen und so schnell nicht wiederkommen. Wenn ich zurückblicke, ist die Zeit seit der Bewerbung im Dezember wie im Flug vergangen. Ich habe zwei Bewerbungsrunden überstanden und mich gemeinsam mit den anderen Freiwilligen in zwei Vorbereitungsseminaren auf den Freiwilligendienst vorbereitet. Außerdem habe ich mein Abitur bestanden und damit die Schule abgeschlossen. Hinzu kommt seitdem die laufende Vorbereitung aller wichtigen Dinge wie den Impfungen und dem Visum (was ich jetzt endlich habe).

Ich bin froh, dass ich die meisten Sachen inzwischen geschafft habe und kann den Abflug kaum noch erwarten kann. Demnächst werde ich anfangen müssen zu packen und ich sollte so langsam auch mal überlegen was ich, neben dem Sportgepäck, alles mitnehme bei einer Gewichtsbeschränkung von 23kg.

Liebe Grüße

Jonas